In Deutschland ist Bildung nach wie vor abhängig von den körperlichen, geistigen und finanziellen Möglichkeiten der Menschen. Das mehrgliedrige Schulsystem ist nicht geeignet, eine chancengleiche Bildung für alle Kinder zu gewähren. Der sonderpädagogische Förderbedarf wird in Niedersachsen je nach Beeinträchtigung diagnostiziert und zugewiesen. Das bedeutet für diese Kinder, dass sie der so genannten Förderschulpflicht unterliegen und in den meisten Fällen an Förderschulen unterrichtet werden.
Durch die UN-Konventionen "Über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" und „Kinderrechte“ hat sich das Land Niedersachsen wie auch die anderen Bundesländer verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem zu entwickeln. Die Bildungspolitik der Landesregierungen muss sich dabei an den Zielvorstellungen der UNESCO, am Index für Inklusion, orientieren. Sie müssen ein inklusives Schulsystem anstreben, in dem alle Kinder unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer sozialen, ethnischen und kulturellen Herkunft, ihren Fähigkeiten, ihren besonderen Lernbedürfnissen und ihrer Vielfalt entsprechend gemeinsam in einer Schule für alle lernen und individuell gefördert werden. Dies wird die zentrale Aufgabe für die Bildungspolitik der nächsten Jahre in diesem Land sein.
Der Förderverein Eine Schule für Alle! in Hannover e.V. will die Stigmatisierung und Benachteiligung Behinderter stoppen und auf der Grundlage der UN-Konventionen über die Rechte des Kindes sowie über die Rechte von Menschen mit Behinderung den Zugang auf gleichwertige Bildung für alle Kinder erreichen.
Der Förderverein Eine Schule für Alle! in Hannover e.V. unterstützt Schulen in Hannover auf ihrem Weg zur Inklusion sowohl theoretisch als auch praktisch. Dank der Kompetenzen von erfahrenen Schulleitern, Pädagoginnen und Pädagogen sowohl aus dem Förder- als auch aus dem Regelschulbereich, und von Architekten und Eltern hilft der Förderverein Eine Schule für Alle! in Hannover e.V. bei der Formulierung und Umsetzung von gemeinsamen pädagogischen, architektonischen und gestalterischen Leitbildern.
Damit sich Ihr Kind schon jetzt auf den inklusiven Schulweg machen kann, haben wir unter Aktuelles einen Leitfaden "Wie kommt mein Kind auf den inklusiven Schulweg?" beschrieben.
Inklusion allein in der Grundschule ist jedoch nur ein erster Schritt, dieses Modell muss sich fortsetzen – von der Krabbelstube bis zur 12. (oder doch bis zu 13.?) Klasse und bis in den Arbeitsalltag danach.
Unter diesem Link können Sie einen kleinen Film über eine inklusive Schule hier in Hannover betrachten.